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Bahnhofsmissionen
Datum: 19.10.2001
Typ des Textes: Presseerklärung
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PDS verteidigt Caritas, Diakonisches Werk und Bahnhofsmission -
Wo bleiben christliche Nächstenliebe und sozialdemokratische
Solidarität?


  Zur bahnpolitischen Bundestagsdebatte erklärt der
  verkehrspolitische Sprecher der PDS im Bundestag,
  Winfried Wolf:



Die PDS brachte zur gestrigen Bahndebatte im Bundestag einen
Entschließungsantrag ein. Anlass war das jüngste Interview
von "Bild am Sonntag" mit dem Bahnchef, in welchem der
Vorsitzende der Deutschen Bahn AG, Mehdorn, eine weitgehende
Einschränkung der Tätigkeit der Bahnhofsmission auf den
Bahnhöfen verkündete.

In unserem Antrag wird gefordert: Der Bund als Eigentümer
der DB AG möge "darauf hinwirken, dass die Bahnhofsmissionen
weiterhin integraler Bestandteil der Bahnhöfe der Deutschen
Bahn AG bzw. der AG Station und Service bleiben und auch
eine Einschränkung ihrer Tätigkeiten, wie sie vom
Vorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn,
gefordert wurde, nicht erfolgt".

Der Antrag erhielt nur die Stimmen der PDS. Alle anderen
Parteien stimmten dagegen. Inhaltlich wurde die Ablehnung
von den übrigen Parteien nicht begründet. Dabei haben
Caritas und Diakonisches Werk bereits deutlich gemacht, dass
Mehdorns Begründung, die Bahnhofsmissionen zögen Obdachlose
an, haltlos sind. Bahnhöfe, die keine Bahnhofsmission haben,
weisen nicht weniger Obdachlose auf als solche mit
Bahnhofsmissionen.

Es ist erschreckend, wie hartleibig Bundestagsparteien, die
sich ausdrücklich zur christlichen Nächstenliebe oder zur
Solidarität mit den sozial Schwachen bekennen, eine
Bahnpolitik der sozialen Kälte unterstützen.


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